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Epigraphische Projekte und die Datenbank EDEN

Prof. Dr. Boris Dreyer, Professor, geb. 18. August 1967

Department Geschichte, Kochstr. 4, Postfach 8, 91054 Erlangen, Tel. 09131/8525768, Fax 09131/8525979, email: boris.dreyer@gesch.phil.uni-erlangen.de, homepape: http://www.boris-dreyer.de

Laufende Editionstätigkeit

(mit Unterstützung der Gerda-Henkel-Stiftung und universitätseigenen Mitteln)

  1. Edition von inschriftlichen Neufunden in herkömmlicher und digitaler Form von den Grabungsorten Metropolis in Ionien, Magnesia am Mäander, Apollonia am Rhyndakos und Nikaia. Hier ist das Stadtgebiet selbst der Kern der Untersuchung, z.T. (im Falle von Apollonia und Metropolis) wird das Untersuchungsfeld auch in Kooperation mit Kollegen der Archäologie in extensiven und intensiven Surveys erweitert. Kooperationspartner sind: Prof. Dr. Orhan Bingöl (Ankara), Prof. Dr. Recep Meric (Izmir), Prof. Dr. Serdar Aybek (Edirne, jetzt Manisa), für den Survey in Metropolis auch Prof. Dr. Günther Schörner (Wien).
  2. Neuedition und historische Kommentierung von zentralen Inschriften aus dem 3. und 2. Jahrhundert v.Chr. (parallel zum Historienwerk des Polybios).

Längerfristiges Projekt

Als längerfristiges, bislang vom Kanzler der Universität unterstütztes Projekt ist in Ausführung:

Eine Datenbank griechischer Inschriften der griechisch-römischen Antike aus Kleinasien (Türkei)

1. Modul: Die Bearbeitung der 750 Inschriften Magnesias und von Metropolis;
2. Modul: Die Neubearbeitung der 750 Inschriften der Orientis Graecae Inscriptiones selectae mit aktualisiertem Kommentar, mit deutscher, englischer und türkischer Übersetzung sowie mit wissenschaftlichem Kommentar.

Die Datenbank ist ein Hilfsmittel für den Hochschulunterricht sowie für die wissenschaftliche Forschung. Sie ermöglicht unter Themenschwerpunkten eine Veröffentlichung herkömmlicher Art und ist vernetzt mit allen verfügbaren Internetressourcen. Sie hat neben den Übersetzungen und dem wissenschaftlichen Kommentar Hinweise auf den archäologischen und geographischen Kontext.

Die Bibliothek des Seminars für Alte Geschichte ist auf die Griechische Epigraphik spezialisiert und baut diese Spezialisierung mit den verfügbaren Literaturmitteln auch künftig aus. Die Seminare der Klassischen Philologie und Klassischen Archäologie sowie die Forschungsinteressen der Kollegen der Theologie ergeben eine breite Basis.

Der Leiter des Projekts hat Bindungen zu den Forschungsinstituten in der Türkei (Izmir, Ankara, Edirne, Manisa), entsprechende wissenschaftliche Verträge vermittelt und durch seine Beteiligung an den Grabungen und Surveys in Metropolis (Kaystrostal), Magnesia am Mäander und Apollonia am Rhyndakos für ganz verschiedenenartige antike Gebiete Kleinasiens über Jahre eine praktische Erfahrung gewonnen (s. www.boris-dreyer.de und Professur für alte Geschichte). Die für die Erstellung einer hochmodernen Datenbank notwendigen Kontakte bringt der Antragsteller durch die (auch über das IZED) fest etablierte Kooperation mit der Informatik der Universität Erlangen-Nürnberg ein: Ansprechpartner sind Prof. Dr. K. Meyer-Wegener und Prof. Dr. G. Görz.

750 Inschriften aus Magnesia am Mäander und Metropolis in Ionien werden derzeit in einer digitalen Datenbank ediert. Grundlage der Datenbank ist das moderne Kommunikationsmedium WissKI (entwickelt von Prof. Dr. G. Görz, gefördert von der DFG), das einfach in der Nutzung und maximal vernetzbar sowie auf die spezifischen Probleme unserer Datenbank appliziert worden ist.

Weiter wurde zu diesem Thema eine Tagung am 3.11.2012 durchgeführt. In der Reihe „Orient & Occident in Antiquity / Orient & Okzident in der Antike“ sind bisher erschienen: