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Regesta Imperii

Das Projekt, welches auf den Frankfurter Stadtbibliothekar Johann Friedrich Böhmer (1795 – 1863) zurückgeht und ursprünglich als Vorarbeit zu den Volltexteditionen der Monumenta Germaniae Historica gedacht war, entwickelte sich zu einem selbständigen Grundlagenwerk. Seit 1906 war es an der österreichischen Akademie der Wissenschaft beheimatet. 1939 wurde dort die „Kommission für die Neubearbeitung derRegesta Imperii“ ins Leben gerufen, die wiederum 1967 die Gründung der „Deutschen Kommission für die Bearbeitung derRegesta Imperii e.V.“ anregte. Zunächst von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert, wurde sie 1980 der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz als Langzeitvorhaben angegliedert. Von hier aus werden Forschungsstellen in Gießen, Bochum, Mainz, München, Saarbrücken, Tübingen und Erlangen organisiert. Weitere Teilprojekte der Regesta Imperii werden von den Akademien in Berlin-Brandenburg sowie in Wien und Brünn betreut. Die Arbeitsstelle Papstregesten 795 – 911 (Leo III. bis Sergius III.) ist seit November 1998 in Erlangen angesiedelt. In diesem Teilprojekt der Regesta Imperii geht es um die vollständige Erfassung des Quellenmaterials für die Papstgeschichte des 9. Jahrhunderts und seine Aufbereitung in Form von Regesten für den gesamten Orbis Christianus. Dabei werden alle mit der Regierung und dem Wirken eines Papstes verbundenen Ereignisse in chronologischer Reihenfolge mit Angaben zur Überlieferung und zur Auswertung in der Literatur in Regestenform dargestellt.

Bereits erschienen sind zwei von Prof. Dr. Klaus Herbers erarbeitete Faszikel für die Jahre 844 bis 858 (Sergius II., Leo IV. und Benedikt III.) und für die Jahre 858 bis 867 (Nikolaus I.) sowie der von Veronika Unger erarbeitete Band zu Johannes VIII. (872 – 882). Die Regesten Hadrians II. (867 – 872) stehen unmittelbar vor dem Abschluss. Aktuell bereitet Veronika Unger die Regesten für die Jahre 795 bis 844 (Leo III. bis Gregor IV.) vor. Ein vierter Band zur Zeit 882 – 911 schließt das Projekt zum 9. Jahrhundert ab. Im Anschluss werden die Papstregesten zum 8. Jahrhundert erarbeitet (731 – 795).